Posts mit dem Label sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 4. Juli 2008

ich kann mich erinnern

ich kann mich erinnern
an lilien
ich kann mich erinnern
an städte im regen
ich kann mich erinnern
an sonnenschein auf meiner haut
ich kann mich erinnern
an sonnenschein auf deiner haut

ich kann mich erinnern an den ersten toten den ich sah
an das erste farbfernsehen
den ersten computer
ich kann mich erinnern
an welten die einstürzten in meinem kleinen hirn
ich kann mich erinnern
an kohlenstoff
ich kann mich erinnern
an verfall
an wiederauferstehung
ich kann mich erinnern
an einen blauen schlafanzug
und weiße holzstangen

irgendwann kann ich mich nicht mehr
erinnern und irgendwann
wird sich keiner
an mich erinnern
und vielleicht

ist das daß beste
was je passiert ist

schnick schnack buummm

Mittwoch, 28. Mai 2008

komplexe strukturen, diktatur, demokratie und scheiss der hund drauf

es gibt diese tage im leben. diese tage. er saß da. wollte nirgendwo anders sein. es war schwül draussen. stickig. kein wind ging. ab und an kam etwas regen runter. der regen heizte die schwüle an. der schweiß floß in kleinen tropfen.

er saß da. rauchte. trank kaffee. schaute auf den rasen. vor dem haus. die bäume. mit den nassen blättern. einige autos fuhren die straße herauf. andere die straße herunter. auf dem abgestellten heizkörper ein weißer budha. die jüngere ausführung.

der hatte auch keine erleuchtung gebracht. noch nicht mal abkühlung.

irgendwo im schrank musste auch ein kruzifix verstauben. für dies galt das gleiche. es ging nicht um sein oder nichtsein. ein bischen luft zum atmen. ein bett zum schlafen. ein job. etwas geld.
es ging um das. um das was es immer ging. ob sommer oder winter. keine komplexen strukturen.


die heiligen waren da. und verstaubten. die demokratie auf dem weg. dem weg diktatur zu werden. getrieben von einermehrheit von schwachköpfen. die eine minderheit wählte die die mehrheit dann wiederum regierte. einfaches spiel. nichts komplexes.

er saß da. mit budha und christus. er wusste was kommen würde. er tat nichts.

nichts um sie aufzuhalten.
wie auch?
wieso auch?

Samstag, 10. Mai 2008

what it was

what
it could have been

in the end
it didn´t matter

--------

was es war

was
es hätte sein können

am ende
war es egal

Dienstag, 6. Mai 2008

are we all dust / sind wir alle staub ???

are we all dust
there is nothing which was already written
nothing
which was already said
nothing
which was already already lived
there´s no place
to hide
behind the edges of your illusion
of being singular
go to the world calmly
thereby
in the bag
build your locks from
withered
bulbs
and flat red wine
there is nothing which
another would not have already done
nothing which another already did
experience your pain is
not singularly and only your
death holds a certain individuality
and blood flows always
differently to
the ends
is forgotten
we´re all dust and we all stink
and and that´s ok
at all

---

sind wir alle staub
es gibt nichts
was nicht schon geschrieben
nichts
was nicht schon gesagt
nichts
was nicht schongelebt
wäre
versteck dich hinter den hecken
deines wahns
einzigartig zu sein
geh der welt ruhig
damit auf den sack
baue deine schlösser
aus welken zwiebeln
größenwahn und schalem
rotwein
es gibt nichts
was ein anderer nicht schon
getan nichts was einanderer nicht erlebt hat
dein schmerz ist
nicht einzigartig und deine
liebe auch nicht
der tod
hat eine gewisse individualität
#inne und blut
fliesst immer
anders
am ende
sind wir alle staub
und gestank
und vergessen
und das ist auch gut so

Donnerstag, 1. Mai 2008

wolkengewitter

da quält er sich wieder
durch die nacht
und über die tasten
das hirn vernebelt von
zuviel vergangenheit
und gegenwart und weißwein
dichtende griechen in kölner
kneipen trampeln in seiner
erinnerung gefangen
ihrer freiheit entgegen
nur er bleibt hier
zwischen wolkengewittern
tannen verwelkten gladiolen
und zorn
für ihn gibt es nur diese
eine gerechtigkeit nicht viel
mehr und nicht viel weniger
tief oder lang wie
ein letztes glas

nicht mehr

die nächte
werden
jetzt schon wieder länger
und die sätze
dieser sommer hat es
gut mit mir gemeint
es gab kaum etwas von
dieser trockenen hitze
die allesdie kehle heruntertreibt
bald kommt der herbst und
die krähen
und der frühnebel
ich werde neben dir durch
den wald trotten
über verfaulendes laub
und würmer und matsch
auf dem letzten loch pfeifen
über den regen fluchen
und wenn wir dann
wieder reinkommen
will ich nicht mehran die sommer
denken